Mittwoch, 27 Mai 2026, 19:00 Uhr, Lichtspiele Wadern

Innenaufnahme von Octavies „Malerhäuschen“, Anfang des 20. Jh. ©Historisches Bildarchiv Stadt Wadern
„Burgenromantik und Ausflugskultur im Spiegel der Archäologie. Funde des 19. und 20. Jh. von der Burgruine Dagstuhl“
Die Burg Dagstuhl ist ein wichtiges Wahrzeichen der Waderner Gegend. Aber auch nach ihrem eigentlichen Nutzungsende wurde die Burgruine immer wieder aufgesucht. In dem Vortrag werden Funde vorgestellt, die bei Ausgrabungen auf der Burg Dagstuhl entdeckt worden sind. Sie geben Auskunft über die Nachnutzungsphasen im 19. und 20. Jahrhundert. Teilweise gehören die Funde zum Umfeld der adligen Malerin Octavie de Lasalle von Louisenthal.
Die Nachnutzung umfasste somit ein Aufsuchen der Ruine im Rahmen der Burgenromantik sowie die Ausflugskultur, die sich Ende des 19. Jahrhunderts etablierte. Der Adel wurde dabei vom Bürgertum abgelöst. Die Funde bieten einen individuellen Einblick, z. B. wie auf der Ruine gespeist wurde.
Der Vortrag steht in engem Zusammenhang mit der aktuellen Sonderausstellung des Stadtmuseums Wadern. Im Rahmen einer Bestimmungsübung untersuchte eine Studierendengruppe unter Leitung von Hannes Buchmann im Wintersemester 2022/23 noch bislang unbearbeitete archäologische Funde der 1980er und 90er Jahre von Burg Dagstuhl, die nun im Stadtmuseum präsentiert werden.
Hannes Buchmann absolvierte sein Studium der Klassischen, Frühchristlichen, Prähistorischen, Mittelalter- und Neuzeit-Archäologie und Alten Geschichte in Münster und Halle. Von 2019 bis 2022 forschte er mittels eines Promotionsstipendiums der Gerda-Henkel-Stiftung zu „Römischen Objekten in germanischen Siedlungen“. Von 2022 bis 2025 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Vor- und Frühgeschichte der Universität des Saarlandes.









































