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Presseartikel im Wochenspiegel-Online vom 18. Okt. 2014

Vortrag Kaub über die Tuchfabrik Wadern

Überwältigende Besucherzahl beim „Treffpunkt Heimat“ des Vereins für Heimatkunde Wadern.

Foto: Peter Meyer

Wadern:

Das Interesse an der Historie der Waderner Tuchfabrik war erstaunlich groß. Viele Besucher, etwa Hundert an der Zahl, sind der Einladung des Vereins für Heimatkunde Wadern gefolgt. Einige von ihnen sind Zeitzeugen und konnten sich noch gut an die Gebäulichkeiten, an die letzte Firmenleitung und an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Fabrik erinnern. Mancher Besucher hatte sogar eine verwandtschaftliche Verbindung zu ihnen.

Der Referent Christoph Kaub aus Wadern berichtete über die Waderner Tuchfabrik von ihrer Gründung im Jahre 1858 bis zur Stilllegung im Jahre 1963 und der Beseitung der Ruinenreste in den Jahren um 1980. Begonnen hatte alles mit einer Kattundruckerei und Färberei am Marktplatz von Wadern und wurde später wegen der großen Nachfrage an Stoffen und des dadurch gestiegenen Produktionsaufwandes durch einen Fabrikbau in der Nähe des Christianenberges ersetzt.

Die Stoffe der Tuchfabrik Wadern waren weit über die Grenzen des Saarlandes hinaus bekannt. So wurden z.B. um 1920 Anzüge bis nach Marseille verkauft. In der Produktion wurde überwiegend heimische Schafswolle verwendet, die zunächst ausschließlich von den ansässigen Bauern angeliefert wurde. Aufgrund eines Beschlusses der Verwaltungskommision des Saarlandes wurden nach dem zweiten Weltkrieg alle Schafshalter des Saarlandes dazu verpflichtet, ihre Rohwolle bei der Wollverwertung in Wadern zur Weiterverarbeitung abzuliefern. Aus der Wolle wurden der „Waderner Tirtes“ (Woll-Leinenstoff) und Buckskin (Anzug- und Kostümstoff) hergestellt. Später wurde das Angebot um die Herstellung von Kammgarnen und Cheviots, Damenstoffen und Seiden sowie Strickwolle erweitert.

Die Firma, die in ihrem Ursprung von dem Wadriller Nikolaus Lauer gegründet wurde, wurde 1871 von seinem Sohn Paul Lauer übernommen. Nach dessen Tod und dem Verkauf der Fabrik an Heinrich Pickel aus Trier übernahm Sohn Kurt Lauer 1939 die technische Leitung der Fabrik. Die Wollverwertung wurde später von Herbert Lauer, einem weiteren Sohn von Paul Lauer, geführt. Sie blieb ein Teil der Tuchfabrik.

Die Fabrik verfügte in den Anfangszeiten um 1885 über 14 Mitarbeiter und konnte im Jahre 1952 ca. 60 Mitarbeiter, überwiegend weibliche Arbeitskräfte, aufweisen.

Das Fabrikgebäude wurde in den Jahren um 1960 um fast das Doppelte mit neuen Hallen vergrößert. Doch sinkende Absatzzahlen sowie die idyllische Lage im Hochwald, etwas abseits von infrastrukturellen Anbindungen an Verkehrwege, verhinderten im Folgenden ein wirtschaftliches Weiterführen der Fabrik, so dass sie nachweislich im Jahre 1963 geschlossen werden musste.

Näheres und Details über das Fabrikgeschehen ist im Bericht von Christoph Kaub in der kommenden Ausgabe der "Mitteilungen des Vereins für Heimatkunde Wadern" Heft 19 zu erfahren. Erhältlich beim Kulturamt der Stadt, in der Buchhandlung "Bücherhütte" und im HACO-Center Wadern . Siehe auch "www.heimatkunde-wadern.de"

Peter Meyer

 

 

Pressemitteilung "Saarbrücker Zeitung" vom 15. März 2014

Pressemitteilung "Saarbrücker Zeitung" vom 03. März 2014

 

 

Pressemitteilung "Magazin Forum" Nr. 28 vom 05.07.2013

 



Pressemitteilung 11/2012

Wadern-Dagstuhl:

Bronzetafel weist auf Restaurierung des „Weißen Kreuzes“ in Wadern-Dagstuhl hin.

Seit kurzem weist eine Bronzetafel auf die im August des Jahres in Angriff genommenen und bereits einen Monat später abgeschlossenen Restaurierungsarbeiten am „Weißen Kreuz“ in Wadern-Dagstuhl hin. Die Tafel wurde in einen vor Ort gefundenen Findling in unmittelbarer Nähe des Kreuzes eingelassen. Sie dokumentiert die Initiative zu dieser Maßnahme, die vom Verein für Heimatkunde Wadern e.V. und vom Ortsrat von Dagstuhl ausgegeangen ist. Ebenso sind die vielen finanziellen Förderer des Projekts auf der Tafel erwähnt, aber natürlich auch Frau Julia Aatz. Mit Frau Aatz hatte man eine Meisterin der Steinbildhauerkunst gefunden. Sie hat das „Weiße Kreuz“ in mühevoller Kleinarbeit restauriert und so dem Kreuz 250 Jahre nach seiner Entstehung zu neuem Glanz verholfen. In diesem Zusammenhang wird klargestellt, das weder der Ortsrat von Dagstuhl noch Vereinsmitglieder des Heimatkundevereins an der Restaurierung mitgeholfen haben. Der Ortsvorsteher Horst Albert und der Vorsitzende des Vereins für Heimatkunde Wadern e.V. Friedrich Ebert bedankten sich am 16.11.2012 mit einer kleinen Dankesrede und einem Strauß Blumen bei der Künstlerin für die hervorragende Arbeit (siehe Fotos; Herr Ebert fehlt). Mit den Worten „Möge es die nächsten 250 Jahre fortbestehen“, endet der Text auf der Bronzetafel.

Das „Weiße Kreuz“ steht in engem Zusammenhang mit dem ehemaligen Herrn des Dagstuhler Landes, Joseph Anton, Graf von Öttingen-Soetern, der 1760 das Schloss Dagstuhl erbauen lies. Es wird vermutet, dass das Kreuz als Anlass der Vermählung des Grafen mit Prinzessin Christiana von Schwarzburg-Sondershausen errichtet wurde. Die auf dem Postament des Kreuzes befindlichen Wappen von Öttingen-Soetern und derer von Schwarzburg-Sondershausen bekräftigen diese Vermutung.

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Für alle Interessierten, die sich das Kreuz vor Ort ansehen möchten: Das „Weiße Kreuz“ befindet sich am Wegesrand, etwa auf dem höchsten Punkt der Verbindungsstraße zwischen Schloss Dagstuhl und ihrer Einmündung im Kreuzungsbereich „Am Hals/Bahnhofstraße/Birkenfelderstraße“, in der Nähe des Eintritts in den Fußweg zur Burgruine Dagstuhl.


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  tafel

Julia Aatz, Ortsvorsteher Horst Albert                   Bronzetafel

Text und Fotos: Peter Meyer


Pressemitteilung 11/2012

Heft 17 der Mitteilungen des Vereins für Heimatkunde Wadern erschienen

Neu erschienen ist jetzt das Heft 17 der Mitteilungen des Vereins für Heimatkunde Wadern. Im Mittelpunkt steht der Beitrag des Burgenforschers Dr. Joachim Zeune zur Baugeschichte der Burg Dagstuhl. Welche Bauphasen gab es, woran sind diese noch heute zu erkennen, welche Rolle spielt die Burg in der saarländischen Burgenlandschaft? Auf diese und weitere Fragen gibt der renommierte Forscher Antworten und fasst somit seine seit 2003 laufende Forschungsarbeit allgemeinverständlich zusammen.

In einem Artikel zu Herrschaftskonflikten u.a. in der Herrschaft Dagstuhl Anfang des 18. Jahrhunderts beleuchtet Autor Johannes Schmitt Auseinandersetzungen mit den französischen Territorialherren zur Zeit Ludwig IV.

Das Leben des Posthalters Peter Lohrig aus Wadern zeichnet Christoph Kaub in seinem Beitrag für die Mitteilungen nach. Die Frage der Rolle der Postkutsche als Zubringer der neuen Eisenbahn verbindet sich mit dem Lebensbild eines Waderner Bürgers Ende des 19. Jahrhunderts.

In die jüngere Geschichte verweist Wolfgang Wagner in seiner Beschreibung der noch sichtbaren Spuren des „Kalten Kriegs“ im Hochwald-Gymnasium Wadern. Der voll eingerichtete Mannschaftsbunker im Keller der Schule gehört zum Ensemble des Ausweichsitzes der saarländischen Landesregierung, die sich im Krisenfall noch bis Ende der 1980er Jahre in die Hochwaldregion zurückgezogen hätte.

Den Abschluss bildet eine fotografisch unterlegte Betrachtung der Veränderungen des Zentrums von Wadern in den letzten 30 Jahren, die der Vereinsvorsitzende Friedrich Ebert zusammengestellt hat.

Das Heft ist ab sofort für 5 Euro in der Bücherhütte Wadern, in der Buchabteilung im Haco Einkaufszentrum, an der Infozentrale im Waderner Rathaus oder unter Tel. 06871/1237 erhältlich.

 

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Presseartikel 10/2012

Weißes Kreuz in Dagstuhl erstrahlt in neuem Glanz

 

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Presseinformation 1/2012

Ohne Zukunft auch keine Geschichte

Verein für Heimatkunde geht mit verjüngtem Vorstand an die Erforschung und Dokumentation der Heimatgeschichte.

Vor kurzem fand die turnusmäßige Mitgliederversammlung des Vereins für Heimatkunde Wadern statt. Neben umfangreichen Rechenschaftsberichten stand auch die Neuwahl des kompletten Vorstandes auf der Tagesordnung. Und die brachte ein überraschendes Ergebnis für einen historischen Verein.Zentrale Themen der letzten beiden Jahre Vereinsarbeit waren die Umsetzung der Veranstaltungsreihe „Treffpunkt Heimat“, die Herausgabe der Mitteilungen des Vereins, die Begleitung der Arbeiten rund um die Burgruine Dagstuhl, die Trägerschaft für das Stadtfest „Waderner Maad“, die Erweiterung des Christianenberg Denkmals in Wadern und die Einrichtung eines heimatkundlichen Archivs. Der alte und neue Vereinsvorsitzende Friedrich Ebert konnte von großen und kleinen Projektfortschritten berichten. Besonderer Freude gab er Ausdruck, dass die Zukunft des ehemaligen Heimatmuseums durch die neue Konzeption eines „Stadtmuseums“ durch die Stadt Wadern gesichert worden ist. Sein Dank galt dem engagierten Vorstand der vergangenen beiden Jahre.Bei den folgenden Vorstandsneuwahlen gelang es erneut, ein relativ „junges“ Team für den Verein zusammenzustellen. Vorsitzender bleibt Friedrich Ebert. Als 2. Vorsitzender steht ihm Dr. Jörg Müller zur Seite. Weitere Vorstandsmitglieder sind die Schatzmeister Christoph Kaub und Stefan Urbanus, Schriftführer Hanns Peter Ebert und die Beisitzer Petra Lauk, Caroline Braun und Hermann Müller. Einstimmig gewählt, kann der neue Vorstand jetzt mit einem Durchschnittsalter von unter 50 Jahren an die Arbeit gehen. Damit bleiben die Perspektiven für die Erforschung und Dokumentation der Heimatgeschichte in der Stadt Wadern auf jeden Fall im grünen Bereich.

 Vorne v.l.: Hermann Müller und Friedrich Ebert; Hinten v.l.: Jörg Müller, Christoph Kaub, Petra Lauk, Stefan Urbanus, Caroline Braun und Hanns Peter Ebert


Pressemitteilung 11/2011

Das neue Heft 16 der Mitteilungen des Vereins für Heimatkunde Wadern blickt zurück in die Zeit der Kelten und Römer

Auf dem von Löster und Wadrill begrenzten Höhenrücken liegt eine Vielzahl archäologischer Denkmäler, die von einer ehemals dichten Besiedlung der Region in der Eisen- und Römerzeit zeugen. Darunter sind auch so bedeutende Fundstellen wie die keltische Adelsnekropole bei Gehweiler oder die beiden römischen Monumentalgrabhügel in der Nähe von Oberlöstern.

Nach ihrem Vortrag im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Treffpunkt Heimat“ des Vereins für Heimatkunde beleuchtet Dr. Sabine Hornung, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Vor- und Frühgeschichte der Universität Mainz, im Leitartikel des Heftes die Region um Oberlöstern in der der Eisen- und Römerzeit. Was sagen uns die Spuren keltischen Handwerks aus dem Umfeld der Felsformation „Schlittchen“? Was kann die Wissenschaft über die Menschen sagen, die so mächtige Grabmonumente errichteten und an dieser Stelle bereits vor 2500 Jahren die Rohstoffe der Region nutzten? Eine spannende Zeitreise erwartet den Leser, die noch lange nicht abgeschlossen ist.

Das 19. und 20. Jahrhundert bilden den Zeitrahmen für zwei weitere Beiträge in den Mitteilungen. Claudia Wiotte-Franz zeichnet das Lebensbild des aus Wadrill stammenden Bildhauers Nikolaus Simon nach, dessen Werk besonders in Saarlouis sichtbare Spuren hinterlassen hat. Den Lebensbildern dreier Frauen im Dienst fürsorglicher Hilfe ist ein Beitrag von Günther Molz gewidmet. Was bewegte und verband Octavie de Lasalle von Louisenthal, Königin Elisabeth von Preußen und Mutter Rosa Flesch in ihrem Wirken?

Den Rahmen des Heftes bilden die Artikel des Vereinsvorsitzenden Friedrich Ebert zur Einweihung des erweiterten Christianenberg-Denkmals in Wadern und ein Porträt des ältesten aktiven Seelsorgers der Marienhaus GmbH, Pater Klaus Schnur, durch Anja Loudovici.

Die Mitteilungen sind ab sofort für 5 Euro in der Bücherhütte Wadern, in der Infozentrale im Rathaus Wadern, in der Buchabteilung des Haco Einkaufszentruns und direkt beim Verein für Heimatkunde unter Tel. 06871/1237 erhältlich.

Nicht zufällig in einer außergewöhnlichen Landschaftsumgebung errichtet: die gallo-römischen Monumentalgrabhügel von Oberlöstern.

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