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Michael Weller

Grundlagen des Urheberrechts und der Open-Access-Lizenzierung. Urheberrecht unter dem Gesichtspunkt des Einsatzes moderner Informations- und Kommunikationstechnologie


Vortrag vom 18. April 2018 im Oettinger Schlösschen

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Foto: Peter Meyer

 

Wer nicht weiß, woher er kommt, kann nicht wissen, wohin er gelangt. Wer über Vergangenes – die Herkunft – berichten möchte, arbeitet notwendig mit Quellen. Diese Quellen unterliegen in der Regel einem urheberrechtlichen Schutz. Dieser Schutz bewirkt, dass die Verwendung der Quellen einigen rechtlichen Restriktionen unterliegt. Denselben Nutzungseinschränkungen unterliegt das eigene Werk. Welche Berechtigungen zur Nutzung fremden geistigen Eigentums bestehen und wie man das eigene Schaffen anderen so zu Verfügung stellen kann, dass diese problemlos darauf aufbauen können, ist für den engagierten Laien viel zu oft nur schwer verständlich. Der Vortrag zeigt auf, dass Berührungsängste mit den rechtlichen Rahmenbedingungen dennoch nicht aufkommen müssen. Es wurden einige Faustformeln vermittelt, anhand derer man typische Fragestellungen bei der Quellenarbeit einer Beantwortung zuführen kann.

Seit 2006 hat sich der Referent, Ass.iur. Rechtsanwalt Michael Weller, Senior Consultant beim eBusiness-KompetenzZentrum gUG in Kaiserslautern, auf das Immaterialgüterrecht spezialisiert. Seit 2008 ist er als Projektleiter „remus – Rechtsfragen von Multimedia und Internet in Schule und Hochschule“, einem vom saarländischen Ministerium für Bildung und Kultur geförderten Projekt, tätig. Darüber hinaus ist er Lehrbeauftragter der Universität des Saarlandes und der TU Kaiserslautern.

Der Vortrag fand in Kooperation mit dem Landesverband der historisch-kulturellen Vereine des Saarlandes e.V.“ - in Fortsetzung des Vortrages statt, der vor gut einem halben Jahr in der Reihe „treffpunkt heimat“ des Vereins für Heimatkunde von dem gleichen Referenten gehalten wurde. Auch neue Zuhörer konnten in Sachen Urheberrecht viel Wissenswertes erfahren.


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Christina Plusche

Kinderwelten im Wandel. Aufwachsen in Wadern vom 19. Jahrhundert bis heute


Vortrag vom 21. Dezember 2017 in den Lichtspielen Wadern

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Fotos: Peter Meyer

Die Kindheit ist ein ganz besonderer Abschnitt im Leben jedes Menschen und damit ein immer aktueller Bereich der Alltagskultur, der jedoch einem starken Wandel unterliegt. Obgleich jeder von uns seine ganz persönlichen Kindheitserinnerungen hat, sind diese doch immer eng mit dem zeitgeschichtlichen Hintergrund verbunden. Wer hätte etwa vor 50 Jahren von den modernen Medien zu träumen gewagt, mit denen mittlerweile bereits Kleinkinder ganz selbstverständlich aufwachsen? Der Vortrag begibt sich auf Spurensuche und zeigt anhand individueller Kindergeschichten und Objekte, wie sehr sich die Spiel- und Erfahrungswelten in den vergangenen 200 Jahren verändert haben. Wichtige Themen dabei sind die „Entdeckung“ der Kindheit als eigener Lebensabschnitt im 19. Jahrhundert, aber auch der Wandel von Familienstrukturen, Lebensverhältnissen, Alltag, Schule und Kinderspielen bis hin zum Einfluss moderner Medien.

 

Christina Pluschke hat in Saarbrücken und Oldenburg Historisch orientierte Kulturwissenschaften sowie Museum und Ausstellung studiert und war danach als wissenschaftliche Volontärin am Museum in der Kaiserpfalz in Paderborn tätig. Seit 2012 leitet sie das Stadtmuseum Wadern.


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Bernd Schröder

Aus der Geschichte der Waderner Pfarrei


Vortrag vom 25. Oktober 2017 im Oettinger Schlösschen

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Foto: Peter Meyer

 

Vor 200 Jahren begann die Geschichte der heutigen Allerheilgenkirche in Wadern. Wie die Menschen, die in dieser langen Zeit um sie herum, mit ihr und in ihr lebten, hat sie viel erlebt und gesehen. Nach langen Restaurierungsarbeiten erstrahlt sie nun in neuem Glanz.

 

Anlässlich des 200jährigen Jubiläums hat Bernd Schröder unter Mitwirkung vieler engagierter Autoren ein Buch herausgegeben. Auch nach Erscheinen des Buches „200 Jahre Pfarrkirche Allerheiligen Wadern“ im Frühjahr 2017 hat sich der Herausgeber und Autor Bernd Schröder in den vergangenen Monaten eingehend mit der Geschichte, insbesondere dem Lagerbuch der Pfarrei Wadern beschäftigt, so dass er eine Fülle neuer Informationen bieten kann. So war außer einer Abbildung der 1817 abgebrochenen Pfarrkirche in einem Zunftbrief von 1774 wenig über die ältere Kirche bekannt. Ein Visitationsbericht von 1739 macht nun auch ihre Innenausstattung etwas deutlicher fassbar. Ferner hat Bernd Schröder die Amtszeit einiger Pastöre des 18. Jahrhunderts genauer ermittelt und einen im Buch unterschlagenen Pastor entdeckt, was dazu führt, dass die bisherige Datierung der ältesten Glocke im Kirchturm revidiert werden muss. Spätere Eintragungen im Lagerbuch geben Aufschluss über die Herkunft vieler Teile der Ausstattung der heutigen Kirche und erlauben ihre Datierung. Jetzt ist auch das Rätsel gelöst, wieso das Werk der Kirchturmuhr von 1906 stammt, obwohl sie schon vor der Jahrhundertwende auf Fotos zu sehen ist.

 

 

 

Bernd Schröder engagiert sich seit Jahren im kirchlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Leben Waderns als Vorsitzender der Konzerte in der kleinen Residenz Wadern, Vorsitzender des Fördervereins Stadtmuseum Wadern, Sprecher der Bürgerinitiative Nordsaarlandklinik, Schriftführer des Oratorienchors der Stadt Wadern, Mitglied des Pfarrverwaltungsrats der Pfarrei Allerheiligen sowie des Vereins für Heimatkunde.


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Dr. Thomas Schnitzler

Der „schizophrene“ Baron von Schloss Dagstuhl:

Theodor Freiherr de Lasalle von Louisenthal und sein (Über-)Leben als Patient der NS-Psychiatrie.

 

Vortrag vom 11.10.2017 im Oettinger Schlösschen

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 Fotos: Peter Meyer

In der Geschichte von Schloss Dagstuhl findet man nur diesen einen spärlichen Hinweis auf ihn als dem „letzten Vertreter der Familie Lasalle von Louisenthal.“ Dass der nicht einmal namentlich erwähnte letzte Schlossinhaber, Theodor Freiherr de Lasalle von Louisenthal (1897-1959), fast die Hälfte seines Lebens in geschlossenen Psychiatrie-Anstalten verbrachte, wurde bisher mit keinem Wort erwähnt. Die Stigmatisierung geisteskranker Menschen durch das NS-Regime verfestigte eine über die Gründung der Bundesrepublik hinaus anhaltende Schweigementalität gegenüber den Schicksalen der Betroffenen.

 

Der Vortrag beleuchtete erstmals die Biografie des Freiherrn Theodor de Lasalle von Louisenthal auf Grundlage unveröffentlichter Akten; unter anderem anhand einer Serie von Originalbriefen aus der Zeit seiner Anstaltsunterbringungen. Es ergaben sich bedeutsame neue Erkenntnisse sowohl über die Geschichte von Schloss Dagstuhl als auch über die schillernde Persönlichkeit des Schreibers und seine Privat- und Geschäftskontakte; nicht zuletzt auch über den permanenten Widerstand gegen seine Zwangsbehandlungen in der NS-Psychiatrie, den er in seitenlangen Protestbriefen den Anstaltsärzten entgegenbrachte.

 

Thomas Schnitzler (* 25.11.1956 in Trier) ist Historiker und seit 1991 Lehrbeauftragter für Sportgeschichte an der Deutschen Sporthochschule Köln. Seit 2005 ist er wissenschaftlicher Begleiter des Opfergedenkprojekts „Stolpersteine“. 

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